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Bombardier erhält Auftrag über 47 Straßenbahnen für Duisburg

Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation wurde von der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) mit der Lieferung von 47 neuen BOMBARDIER FLEXITY-Fahrzeugen beauftragt. Der Wert des Vertrages beläuft sich auf rund 132 Millionen Euro (156 Millionen US-Dollar). Die ersten Fahrzeuge werden bis Mitte 2019 ausgeliefert, weitere Straßenbahnen folgen bis 2023.

„Wir investieren in eine innovative Mobilitätslösung, die unseren Kunden mehr Platz und Komfort bietet. Darüber hinaus setzen wir auf die neuesten technologischen Entwicklungen für die Sicherheit unserer Passagiere und die der Verkehrsteilnehmer. Das liefern die Bahnen von Bombardier", so Klaus-Peter Wandelenus, Technikvorstand bei der DVG.

„Wir sind stolz, dass die DVG bei der Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte auf die Expertise von Bombardier setzt", so Michael Fohrer, Deutschlandchef von Bombardier Transportation. „Die Fahrgäste der DVG können sich auf unsere gleichermaßen innovativen wie bewährten Fahrzeuge freuen, die mit Spitzenwerten bei Sicherheit und Komfort punkten."

Die Integration des weltweit ersten zugelassenen Assistenzsystems zur Hinderniserkennung für Straßenbahnen wird zu mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer beitragen. Das Fahrerassistenzsystem von Bombardier wurde kürzlich mit dem European Rail Cluster Innovation Award 2017 ausgezeichnet und ist bei Fahrzeugen der Frankfurter Verkehrsgesellschaft GmbH in Frankfurt bereits im Einsatz. Um noch mehr Sicherheit zu gewährleisten, werden die Rückspiegel durch zwei Kameras ersetzt, und dank einer zusätzlichen Kamera mit Bild-in-Bild-Funktion können tote Winkel beseitigt werden.

Die zu 70 Prozent in Niederflurbauweise konstruierten dreiteiligen FLEXITY-Straßenbahnen für den Einsatz im Zweirichtungsbetrieb in Duisburg werden eine Länge von 34 Metern und eine Breite von 2,3 Metern haben und können bis zu 200 Fahrgäste befördern. Sie werden mit je zwei Doppeltüren in den Endwagen und einer im Mittelwagen für bessere Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten sorgen. Mit der neuen Flotte, die einen schnelleren Fahrgastwechsel erlaubt und eine erhöhte Kapazität bietet, unterstützt Bombardier die Stadt Duisburg bei ihren Bemühungen, mehr Leute für öffentliche Verkehrsmittel zu begeistern, den Straßenverkehr zu entlasten und die Luftverschmutzung zu verringern.

Pressemeldung Bombardier

/ 14.12.2017
 
Wiener Linien: Erstmals große Elektrobusse für Wien

Die Wiener Linien gehen im Bereich der E-Mobilität den nächsten Schritt: Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt Hersteller Rampini den Zuschlag zur Lieferung von insgesamt sieben großen Elektrobussen. Bereits Ende 2018 wird der erste E-Bus in Wien unterwegs sein. Die neuen 12 Meter langen Busse werden auf der Linie 4A zum Einsatz kommen. Die Umstellung wird 2019 abgeschlossen sein.

Seit 2013 werden die Innenstadt-Buslinien 2A und 3A ausschließlich mit kleinen, sieben Meter langen, Elektrobussen betrieben. Nun stocken die Wiener Linien ihre E-Flotte um Normalbusse mit 12 Metern Länge auf. Damit soll auch die Entwicklung der E-Mobilität im öffentlichen Verkehr weiter vorangetrieben werden. „Bereits seit fast fünf Jahren ist Wien beim Betrieb von Elektrobussen Vorreiter. Der Ausbau der emissionsfreien E-Bus-Flotte wirkt sich zudem positiv auf die Umwelt und die Lebensqualität in der Stadt aus“, freut sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima bereits auf die neuen Busse.

Schon heute sind fast 85 Prozent der Wiener Öffi-Fahrgäste mit umweltschonendem Elektroantrieb (U-Bahn, Straßenbahn, Elektrobus) unterwegs. „Der neue und größere Elektrobus ist der nächste Schritt hin zu mehr Elektromobilität in Wien“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Innovatives Ladesystem und Nutzung von Bremsenergie

Geladen werden die Fahrzeuge durch einen Stromabnehmer am Dach des Busses, der in der Ladestation der Endhaltestelle Wittelsbachstraße per Knopfdruck hoch- und runtergefahren wird. Das innovative Ladesystem hat sich bereits bei der ersten Generation der E-Busse bewährt und auch international für Aufsehen gesorgt. Die Batterien werden innerhalb von nur sechs Minuten wieder vollgeladen. „Wie bereits beim Vorgängermodell wird der Bus nicht nur rein elektrisch angetrieben, sondern wird die beim Bremsen gewonnene Energie wieder in die Speicherzellen zurückgeladen. Wir rechnen mit einer Rückspeisung von bis ca. 25 Prozent der Bremsenergie“, so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Auch Heizung und Klimaanlage werden wieder rein elektrisch betrieben. Das hat weiterhin Seltenheitswert. Der Bus bietet Platz für 63 Fahrgäste und für einen Rollstuhl bzw. Kinderwagen. Die nach außen öffnenden Türen schaffen zudem mehr Platz für die Fahrgäste im Fahrzeuginneren.

Daten und Fakten zum Wiener Linien E-Bus 

•  Hersteller: Rampini

•  Länge: 12,1m

•  Breite: 2,55m

•  Höhe: 3,5m

•  Sitzplätze: 28

•  Stehplätze: 35

•  Reichweite: ca. 80km

Quelle: Wiener Linien/11.12.2017

 

Regional-Stadtbahn nicht einer Straßenbahn opfern!

Gemeinsame Presse-Information

aller aktiven Verkehrsinitiativen im Zentralraum Salzburg

Offener Brief

Salzburg, 09. November 2017

Regional-Stadtbahn nicht einer Straßenbahn opfern!

Gefahr der Verlängerung des Verkehrsplanungsstillstandes und der STAU-Ereignisse, wenn nicht bald die echten Profis anpacken!

SPÖ-Bürgermeisterkandidat Bernhard Auinger hat vor einigen Wochen, sehr hoffnungsfroh, die „Messestadtbahn mit Verlängerung bis Mirabellplatz“ angekündigt, die er kurzfristig realisieren will. In ei­ner Pressekonferenz wurden leider die Ergebnisse der ERB-Machbarkeitsstudie 2015 auf den Kopf ge­stellt und die längst abgeschlossen geglaubte Straßenbahn-Diskussion wieder aufgewärmt. Diese hat näm­­lich der Stadt Salzburg und ihren Bürgern einen acht Jahre langen Planungsstillstand und immer stärker werdenden STAU beschert. Eigentlich kann niemand wirklich einer Verlängerung dieses Stillstandes zustimmen.

Der öffentliche Nahverkehr ÖPNV ist eine extrem komplexe und vernetzte Materie, besonders wenn es um ein so leistungsfähiges System geht, wie die Regionalstadtbahn, eine Alternative zu 50.000 Pkw-Fahrten pro Tag zu schaf­fen. 50.000 Pkw-Fahrten entsprechen dem Ziel, den Modal Split (Anteil des ÖPNV im Ge­samt­ver­kehr) in der Stadt Salzburg auf über 20% anzuheben. Dafür könnte das Land Salzburg um­ge­hend eine „Nahverkehrs-Planungs-, Finanzierungs- und Errichtungsgesellschaft“ installieren, in der professionelle Tiefbauingenieure, Verkehrsplaner, Eisenbahn- und Projekt-Manager aktiv sind.

Das Märchen von der „billigeren Straßenbahn“

2015 wurde das Ergebnis zur Machbarkeitsstudie für die Euregio-Bahn (ERB-MBS) vorgestellt. Nach einer umfassenden Verkehrserhebung in Salzburg, Oberösterreich und im benachbarten Bayern, wurden in der sog. „Korridoranalyse“ die Größenordnungen der zu erwartenden Verkehrsströme erhoben. Da­rin gelten ALLE 24 Korridore als eisenbahnwürdig!  Damit wird auch eine Innenstadt-Durchfahrt notwendig, die mehr als 15.000 Fahrgäste pro Stunde (Hauptverkehrszeiten) befördern kann. Daher scheidet die Straßenbahn schon aus Kapazitätsgründen aus.

Weiters kann eine Straßenbahn nicht mit einem bestehenden Eisenbahnsystem kombiniert werden (max. Zug­­länge in der Stadt 75 Meter, Spurkranz in Straßenbahn-Spurrille reduziert Geschwindigkeit, wegen Ent­gleisungsgefahr, etc.). Abgesehen davon, dass in Salzburg weit und breit keine Trasse für die Stra­ßen­bahn zu finden ist, die Busspur-Diskussion beweist das, würde die offene Baustelle 3-5 Jahre die historische Innenstadt, entlang der ganzen Strecke auf beiden Salzachufern, massiv beeinträchtigen. Für den Tunnel benötigt man lediglich einen Startschacht beim Nelboeck-Viadukt und in der Akademiestraße und sonst nur bei den Haltestellenzugängen.

 

Im Gegensatz zu einer Straßenbahn ist eine Regionalstadtbahn eine vollwertige Eisenbahn, die für die in­nerstädtischen Trassen speziell adaptiert ist. Sie ist aber in erster Linie eine Eisenbahn, wie das Vorbild der Salzburger Lokalbahn zeigt. Die SLB ist eine klassische Regionalstadtbahn! Die klare Systemdefinition ist auch die absolute Voraussetzung für Finanzierungsverhandlungen mit dem Bund.

Die Republik Österreich finanziert Schienenverkehrs-Infrastrukturprojekte mit 50%, wenn der jeweilige Eigen­tü­­mer des Eisenbahn-Verkehrsunternehmens mindestens weitere 30% mitfinanziert. Da der Bund selbst Ei­gen­­tümer der ÖBB ist, kommen bei den ÖBB 80% Bundeszuschuss zusammen. Für die sog. „Privatbahnen“ (richtig: „nicht bundeseigene Eisenbahnen“), wie die Salzburger Lokalbahn, kommt das Privatbahngesetz zur Anwen­dung. Dabei werden Infrastrukturprojekte der Privatbahnen, im jeweiligen „MIP“ (mittelfristiges InfrastrukturProgramm, aktuell bis 2019) mit 50% durch den Bund bezuschusst.

Für eine Straßenbahn bezahlt der Bund kei­nen einzigen Cent !

Damit kommt es zur kuriosen Situation, dass in Salzburg die Finanzierung eine oberirdische Straßenbahn, für die Stadt und das Land jeweils mindestens um 25 Mil­lionen Euro teurer kommt,
als die wesentlich leistungsfähigere Regionalstadtbahn im Tunnel. Damit ist das Märchen der „billigeren Straßenbahn“ widerlegt.

Zukunftsweisendes Obusnetz als Ergänzung zur RSB, Vorlaufbetrieb mit Doppel­ge­lenk-Obussen

Das geniale Verkehrssystem „Obus“ bzw. „Trolleybus“ ist seit über 100 Jahren seiner Zeit technologisch vor­aus. Selbst im auslaufenden Erdöl-Zeitalter hat es der Straßenverkehr bis heute noch nicht geschafft, ein effizientes Verkehrsmittel zu schaffen, in dem die Antriebsenergie nicht gewichtsintensiv und platzraubend mitgeschleppt werden muss. Der Schienenverkehr hat mit der Elektromobilität in Salzburg bereits vor 108 Jahren mit der „Roten Elektrischen“, der Salzburg Lokalbahn durch die Stadt begonnen, als im Haushalt noch Ker­zen und Kienspan dominierten und die Straßenbeleuchtung mit Gas betrieben wurde. 

In Salzburg wurde das System „Obus“ bis zur Perfektion weiterentwickelt. Die heutigen Batteriebus-Experimente mit Kleinbussen sind von einem leistungsfähigen alltagstauglichen Dauerverkehr noch weit entfernt.  Trotzdem hat das innerstädtische Obus-System längst die Kapazitätsgrenze erreicht. Weil 1998 die Stadt Salz­burg die bestellten gefahrenen Kilometer gedeckelt hat, ist es völlig logisch, mit wesentlich größeren „Gefäßgrößen“ zusätzliche Fahrgastkapazitäten zu bewältigen. Damit ist es unbedingt notwendig, sofort für die Linien 1,2,3,4 und 7 mindestens 30 Doppelgelenk-Obusse zu beschaffen. Doppelge­lenk-Obusse sind übrigens kürzer als zwei herkömmliche Gelenkwagen, haben aber die gleich Fahrgast-Kapazität! Damit ist auch der Platzbedarf erklärt.

Bis der erste Regionalstadtbahn-Zug im Tunnel verkehrt, vergehen noch einige Jahre, in denen trotzdem die Fahrgaststeigerungen mit Doppelgelenk-Obussen abgefedert werden müssen. Die Politik muss sich bewußt werden, dass das komplexe System ÖPNV sehr viel Geld benötigt. Daran geht kein Weg vorbei und die Zeit drängt! Je länger auf die Regionalstadtbahn im Tunnel gewartet wird, umso schlimmer wird das Ver­kehrs­cha­os mit den regelmäßigen STAU-Ereignissen!

Die unterzeichnenden Verkehrsinitiativen-Vereine wollen mit dieser gemeinsam erarbeiteten Presse-Information einen konstruktiven Beitrag zur Entscheidungsfindung für eine Verkehrslösung mit der Regional-Stadtbahn geben.

Dipl.-Ing.(FH) ERWIN PAMP e.h.                        RICHARD FUCHS e.h.                             

„Die Rote Elektrische“                                                Verkehrsforum Berchtesgadener Land

Telefon: 0662-645092                                                                          Mobil-Telefon: 0664-4118223                                              

Mag. PAUL STEFAN e.h.                                     GREGOR WATZL e.h.

Lebensraum Mattigtal (ARGE Mattigtalbahn)              Austria in Motion

 
Run auf Modellbau-Messe

Laut Messebericht gab es am ersten Tag der Eröffnung einen Messeran auf die Modellbau, Vienna Train, Ideen und Lebenslustmesse. Rund 30.000 Besucher stürmten am 26.10.2017 die Ausstellungshallen. Darunter in diesem Jahr sehr auffallend auch wieder junges Publikum.
Ebenso wurde die Veranstaltung seitens der Messe verbessert und die Hallen sehr gut gestaltet.

Es dürfte einen neue Messerekord geben in diesem Jahr. Dazu noch können Sie mit nur einem Ticket alle Messen besuchen!

Quelle: RMG / 27.10.2017

 
Österreich: Dorf-U-Bahn im Tiroler Ferienort Serfaus erhält ein umfassendes Facelift

Eine alte Dame ist sie mit ihren 31 Jahren zwar noch nicht, aber eben auch kein junger Hüpfer mehr. Deshalb erhält die kleinste und höchstgelegene Dorf-U-Bahn der Welt im Tiroler Ferienort Serfaus nun ein umfassendes Facelift. Touristen müssen während der Baumaßnahmen trotzdem nicht auf die komfortable Attraktion im Untergrund verzichten: Gebaut wird hauptsächlich in den Zwischensaisonen, damit der Betrieb im Winter und in den Hauptzeiten im Sommer nicht eingeschränkt wird.

Die Dorfbahn Serfaus ist schon ein echtes Unikat: Auf 1.400 Metern Höhe schwebt sie seit über 30 Jahren unermüdlich zwischen ihren vier Stationen hin und her – vom östlichen Rand des 1.100-Seelen-Dorfes bis zur Talstation der Komperdell Seilbahnen, die in das Wander- und Skigebiet am westlichen Rand von Serfaus führen. Und weil die Luftkissenbahn dabei in einem 1.280 Meter langen Tunnel unter der Serfauser Dorfbahnstraße verkehrt, weist sie Merkmale einer kleinen U-Bahn auf, die bald nicht nur die höchstgelegene, sondern auch die wahrscheinlich modernste in ganz Europa sein wird.

Im Frühjahr 2017 starteten die Baumaßnahmen, die die Dorfbahn moderner, schneller, größer und schöner machen sollen. Die neue U-Bahn wird im Endausbau bis zu 3.000 Personen pro Stunde befördern können – die derzeitige Förderleistung liegt bei 1.600 Personen. Die Bahn, bestehend aus drei Wagons, wird künftig für mehr Platz im Inneren komplett durchgängig sein, die Zugangstüren werden verbreitert und die Wagons – ebenso wie die Stationen – mit dem neusten Infotainment-System ausgestattet. Zudem werden die Fahrtintervalle von zehn auf neun Minuten gesenkt. Kinderwagen- und rollstuhltaugliche Zu- und Abgänge in den Stationen, zeitgemäße und qualitätsgerechte Bahnsteige sowie zugluftfreie Stationen runden das Erscheinungsbild ab. Dafür werden die Stationen „Zentrum“ und „Kirche“ komplett neu gebaut: Die Haltestelle „Zentrum“ wird vergrößert und freundlicher gestaltet, die Station „Kirche“ wird sich 80 Meter östlich vom jetzigen Standort über drei Etagen erstrecken und den südöstlichen Ortsteil an die U-Bahn anbinden.

Der Großteil der Bauarbeiten rund um die Dorfbahn, die in drei Bauabschnitten realisiert werden, soll bis zum Jahr 2019 abgeschlossen sein: So werden im Jahr 2017 die Stationen „Parkplatz“ und „Seilbahn“ modernisiert und die Station „Kirche“ komplett neu gebaut. Im Jahr darauf erfolgt dann der Umbau der Station „Zentrum“ sowie die Umrüstung der Elektrotechnik. 2019 steht schlussendlich der Wagentausch auf dem Programm und die Seilbahntechnik wird auf den neuesten Stand gebracht. Damit ist Serfaus gut für die Zukunft gerüstet. Denn schon Anfang der 80er Jahre lag das kleine Dorf, umgeben von der Schweizer Samnaungruppe und den Ötztaler Alpen, bei den Wintersportlern so hoch im Kurs, dass die dörfliche Infrastruktur den Ansturm der Urlauber nicht mehr verkraften konnte. Das umweltfreundliche Transportmittel – neben den Exemplaren in Wien und Linz übrigens die dritte U-Bahn in Österreich – war die Lösung, die sich bis heute bewährt hat: Mit dem Betrieb der Dorfbahn konnte Serfaus eine Verkehrsberuhigung erlangen, die Umweltbelastungen gingen zurück und das Dorfbild blieb wegen der unterirdischen Führung des Verkehrsmittels erhalten.

Die U-Bahn in Serfaus ist sicherlich einer der Gründe, dass sich der Ort und damit auch die gesamte Region Serfaus-Fiss-Ladis auf Familien- und Genussurlaub spezialisieren konnten. Die Dorfbahn ist heute, im Winter wie im Sommer, aus dem idyllischen Serfaus nicht mehr wegzudenken.

Pressemeldung Serfaus-Fiss-Ladis Marketing GmbH/ 18.10.2017

 
Škoda: Lieferung von dreizehn modernen Straßenbahnen nach Sofia

Škoda Transportation hat einen Auftrag für die Lieferung von dreizehn modernen Straßenbahnen nach Sofia gewonnen. Die Hauptstadt Bulgariens erhält Straßenbahnen vom Typ ForCity Classic, die unter anderem bereits in Miskolc in Ungarn oder in Konya in der Türkei zum Einsatz kommen. Der Wert des Vertrages liegt bei grob 610 Millionen Kronen.

 „Die neuen, sehr komfortablen Fahrzeuge für das bulgarische Sofia öffnen uns die Tür zu diesem aussichtsreichen Markt, auf dem wir bisher nicht vertreten waren. Gleichzeitig handelt es sich nach Prag, Bratislava, Riga und Helsinki um die fünfte EU-Hauptstadt, in der Straßenbahnen von Škoda im Einsatz sind“, erklärt Tomáš Ignacák, Vorstandsvorsitzender von Škoda Transportation.

Im Auswahlverfahren hat sich Škoda gegen das polnische Unternehmen Pesa durchgesetzt, das in den vergangenen Jahren bereits mehrere Dutzend Fahrzeuge nach Sofa geliefert hat. Der Preis umfasst nicht nur die dreizehn Fahrzeuge, sondern auch die Lieferung von Ersatzteilen und die Schulung von Mitarbeitern der lokalen Verkehrsbetriebe. Die Verkehrsbetriebe in Sofia nutzen für den Kauf EU-Förderungen.

„Die neuen ForCity Classic Sofia Straßenbahnen haben die gleiche Konzeption wir die Bahnen für das türkische Eskisehir. Unterschiedlich ist unter anderem die Spurweite, die in Sofia 1009 mm beträgt. Die Fahrzeuge sind voll klimatisiert und 100% niederflurig. Bei einer Kapazität von 5 Personen / m2 finden in einer Straßenbahn rund 200 Personen Platz. Die Maximalgeschwindigkeit der Straßenbahn liegt bei 70 km/h“, erklärt Olesea Lachi, Sales Area Manager von Škoda Transportation.

Bulgarien hat bereits gute Erfahrungen mit Škoda-Fahrzeugen: Škoda Electric, eine Tochtergesellschaft von Škoda Transportation, hat in den vergangenen Jahren fünfzig Niederflurgelenkstrolleybusse vom Typ Škoda 27 Tr für 700 Millionen Kronen nach Sofia geliefert. Seit dem Jahr 2010 werden zur Zufriedenheit der Fahrgäste auch Trolleybusse vom Typ 26 Tr eingesetzt. Neue tschechische Trolleybusse findet man auch in anderen bulgarischen Städten wie Burgas, Varna, Stara Zagora und Pleven. Insgesamt hat Škoda in der Vergangenheit mehr als 500 Trolleybusse nach Bulgarien geliefert.

Pressemeldung  Škoda Transportation / 18.10.2017

 
Elektrobusse für München: Erste Fahrzeuge einsatzbereit

Zur Pressefahrt mit Josef Schmid, Zweiter Bürgermeister und Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt Mün-chen, sowie Ralf Willrett, Geschäftsführer Bus der Münchner Ver-kehrsgesellschaft (MVG) am Dienstag, 17. Oktober 2017, 11.30 Uhr

Die beiden ersten Elektrobusse für München sind einsatzbereit! Am Samstag, 21. Oktober, werden die zwei zwölf Meter langen Fahr-zeuge des Herstellers Ebusco im MVG Museum erstmals der Öf-fentlichkeit präsentiert (siehe se-parate Meldung). Anschließend stehen weitere Einweisungen für die Fahrerinnen und Fahrer auf dem Programm, bevor die „Stromer“ im November im MVG-Busnetz in den Fahrgasteinsatz gehen sollen.
Startschuss für eigene E-Busflotte
Es handelt sich bei den beiden Neuen in der MVG-Flotte um die ersten rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge für den eigenen Fuhrpark. Die sieben bisher eingesetzten Elektrobusse waren Pilotfahrzeuge von anderen Un-ternehmen bzw. Herstellern, die jeweils nur für einen begrenzten Zeitraum testweise in München unterwegs waren.
Die E-Busflotte der MVG wird entsprechend der technologischen Entwick-lung weiter wachsen. Eine Ausschreibung für die Beschaffung von weiteren E-Bussen ist bereits in Vorbereitung. Ende 2019 sollen genügend Fahrzeuge zur Verfügung stehen, um einerseits eine erste E-Buslinie zu betreiben. Andererseits sollen auch Fahrzeuge auf unterschiedlichen Linien mit verschiede-nen Streckenprofilen eingesetzt werden, um möglichst viele Einsatzszenarien zu erproben und so die weitere Entwicklung der Technologie voranzutreiben.
„Der Elektromobilität gehört die Zu-kunft, und die Landeshauptsteht geht mit gutem Beispiel voran. Unser integriertes Handlungsprogramm zur Förderung der Elektromobilität in München – IHFEM – setzt Maßstäbe, auch beim ÖPNV. Die beiden neuen Fahrzeuge der MVG werden aus IHFEM-Mitteln bezuschusst. Die Stadt setzt wie auch die MVG auf Elektro-busse. Nach und nach werden wir die gesamte Busflotte elektrifizieren.“
MVG-Buschef Ralf Willrett (Foto, links): „Unsere Vision ist, den gesamten MVG-Verkehr, also der komplette Angebot mit U-Bahn, Tram und Bus, zu 100 Prozent elektrisch zu betreiben. Und zwar mindestens so wirtschaftlich und so zuverlässig wie heute. Denn nur dann haben Bus und Bahn eine Chance auf möglichst viele zufriedene Fahrgäste. Und davon profitiert die Umwelt am meisten. Die techni-schen Möglichkeiten schreiten voran, Schritt für Schritt werden wir dieses Ziel er-reichen und damit auch die Abhängigkeit vom Öl hinter uns lassen.“

250 Kilometer Reichweite
Die zwölf Meter langen Solobusse nutzen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkumulatoren mit einer Kapazität von rund 300 Kilowattstunden als Energiespeicher. Die Ladung der Batterien erfolgt über Nacht im Betriebshof. Die Reichweite der Busse soll bei vollem Energiespeicher rund 250 Kilometer betragen. Unterwegs wandelt der Motor – wie auch vom Hybridbus be-kannt – Bremsenergie in elektrische Energie um, die in den Akkumulatoren gespeichert wird und somit für den Betrieb des Busses zur Verfügung steht. Beide Fahrzeuge sind mit einer Hybrid-Heizung ausgestattet, die mit Strom laufen und bei Bedarf mit Diesel betrieben werden können, damit der Stromverbrauch im Bedarfsfall nicht zu Lasten der Reichweite geht.

Die technischen Komponenten der Ebusco-Fahrzeuge:
 Akkumulatorentyp: Lithium-Eisen-Phosphat
 Akkumulatorenkapazität: 311 kWh, 90 % (= 280 kWh) nutzbar
 Akkumulatorentausch: voraussichtlich 1 x in 12 Jahren
 Reichweite: mindestens 250 km
 Motorisierung: Elektromotor mit 150 kW Leistung
 Ladetechnik: Ladestation mit 75 kW Leistung
 Dauer der Ladung: max. 4 Std.
 Fahrgastkapazität: 28 Sitzplätze, 39 Stehplätze
 Länge: 12 Meter
Beschaffungsgemeinschaft mit anderen Verkehrsunternehmen
Um dem Elektrobus zum Durchbruch zu verhelfen, ist die MVG auch Partner in einer deutschlandweiten E-Bus-Beschaffungsgemeinschaft. Gemeinsam mit ande-ren Verkehrsunternehmen, wie z. B. der Hamburger Hochbahn und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), wird derzeit intensiv daran gearbeitet, gemeinsame Standards für Elektrobusse und für die erforderliche Lade-Infrastruktur zu definie-ren. Damit entsteht die Basis für die künftig geplanten gemeinsamen Beschaffun-gen zusätzlicher E-Busse. Zur Finanzierung weiterer Fahrzeuge sowie der Ladein-frastruktur setzt die MVG auch auf Fördergelder, etwa der Landeshauptstadt Mün-chen sowie des Freistaats.
Innovationspartnerschaffen mit Herstellern
Falls sich die Fahrzeuge bewähren und der technologische Fortschritt bei den Batteriesystemen anhält, könnten ab ca. 2020 zumindest Solobusse sukzessive durch E-Busse abgelöst werden. Die MVG benötigt für diesen Schritt, wie alle an-deren ÖPNV-Betreiber auch, zuverlässige und ausgereifte Fahrzeuge zu vertret-baren Preisen. Die für die Beschaffung in größeren Stückenzahlen notwendigen Produktionskapazitäten werden derzeit von der Fahrzeugindustrie geschaffen. Beispielsweise streben deutsche Hersteller an, 2018 oder 2019 mit Vorserienfahr-zeugen auf den Markt zu kommen.

Quelle: MVG/17.10.2017

 
Erste FLEXITY-Straßenbahn für Wien im Endspurt

Die Fertigstellung des ersten FLEXITY, der neuen Straßenbahn für Wien, schreitet mit großen Schritten voran. Öffi-Stadträtin Ulli Sima präsentierte heute gemeinsam mit den Wiener Linien und Bombardier den Produktionsfortschritt der ersten neuen Straßenbahn im Wiener Werk in der Donaustadt. Ende 2018 rollen die neuen FLEXITY-Bims mit Fahrgästen durch Wien und ersetzen sukzessive die letzten Hochflurmodelle der Wiener Linien.

„Die Produktion des ersten Zuges nähert sich dem Endspurt. Wir freuen uns, dass die Arbeiten so gut im Zeitplan liegen. Für die Fahrgäste bedeutet die Flexity-Straßenbahn künftig noch mehr Komfort und für die Umwelt noch mehr Entlastung etwa durch niedrigeren Energieverbrauch. Es freut mich, dass die neue Straßenbahn für Wien am Standort Wien produziert wird und so Arbeitsplätze gesichert werden“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima, die vom ersten Zug bei der heutigen Besichtigung beeindruckt war.

Bis zu 156 neue Straßenbahnen

Bevor Fahrgäste die barrierefreie FLEXITY-Straßenbahn nutzen können, werden ab Anfang 2018 umfangreiche Tests durchgeführt. Nach der Abnahme durch die Wiener Linien und der notwendigen Behördenbewilligung soll die neue Bim ab Ende 2018 mit Fahrgästen durch Wien fahren. Insgesamt umfasst der Auftrag bis zu 156 neue Straßenbahnen, jedenfalls aber 119 Züge, die genaue Zahl hängt von zukünftigen Netzerweiterungen ab. Die Wiener Linien investieren bis zu 562 Millionen Euro in die Anschaffung neuer Straßenbahnen, darin enthalten ist auch ein Wartungsvertrag.

FLEXITY überzeugt mit modernster Technik und Komfort

Aktuell wird an der Fertigstellung der neuen FLEXITY-Straßenbahn gearbeitet. Außenarbeiten und Innenausbau sind zwar noch nicht abgeschlossen, lassen aber bereits erahnen wie viel moderne Technik im Fahrzeug steckt. So sind beispielsweise Außenkameras statt Spiegel verbaut, die eine bessere Einsicht der FahrerInnen in der Haltestelle auf die Türbereiche bieten. Das voll digitale Cockpit ist mit mehreren Touchscreens statt analoger Instrumente ausgerüstet.

Der Innenraum des FLEXITY Wien wird offener und heller gestaltet und erhöht damit auch den Fahrgastkomfort. Großzügige Mehrzweckbereiche sorgen für mehr Raum für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer. Diese offen gestalteten Bereiche ermöglichen außerdem ein rasches Ein- und Aussteigen. Das verkürzt den Aufenthalt in den Haltestellen und das erhöht die Pünktlichkeit der Öffis. „Auch unsere Fahrgastinfo wird erweitert: So gibt es insgesamt sechs Bildschirme, um von jedem Platz im Fahrzeug eine gute Sicht auf Infos rund um kommende Haltestellen, Umsteigemöglichkeiten und Abfahrtszeiten zu haben“, ergänzt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Umweltfreundliche Straßenbahn

Die neuen Straßenbahnen zeichnen sich auch durch ihre besonders hohe Umweltfreundlichkeit aus. So etwa durch ihren niedrigen Energieverbrauch und durch die LED-Beleuchtung. Außerdem wird die beim Bremsvorgang erzeugte Energie direkt ins Öffi-Netz zurückgespeist und steht somit anderen Fahrzeugen zur Verfügung. Natürlich verfügt der FLEXITY auch über eine Klimaanlage, die sich energieeffizient an der Zahl der Fahrgäste in der Straßenbahn orientiert, sowie Videoüberwachung.

„Die FLEXITY-Straßenbahn für Wien ist schon durch sein Außendesign ein Highlight: Die schmale Front in Kombination mit den LED-Scheinwerfern lassen das Fahrzeug besonders dynamisch wirken“, erklärt Christian Diewald, Geschäftsführer von Bombardier Transportation in Wien. Die neue Flotte wird im 22. Bezirk in Wiener Werk von Bombardier gefertigt.

Pressemeldung Wiener Linien, Bombardier Transportation, Wiener Stadtwerke /11.10.2017

 
Mega-Obus: Engstellen als Bewährungsprobe
Am Montag hat der neue 25-Meter-Doppelgelenksobus seinen Probebetrieb in der Stadt Salzburg begonnen. In Sachen Komfort zeigten sich die Fahrgäste angetan. Aber sie waren skeptisch, ob sich das Mega-Gefährt für die engen Straßen der Stadt eignet.

Bei strahlendem Sonnenschein nahm der Doppelgelenksobus aus Luzern am Montag den Linienbetrieb zwischen Salzburg-Süd und Itzling-Pflanzmann im Norden der Stadt Salzburg auf. Für den Lenker des überlangen Fahrzeugs bedeutet diese Tour quer durch die Landeshauptstadt einige Male herausfordernde Manöver.

Einfahrt in Bahnhofs-Busleiste Millimeterarbeit

So richtig eng wird es vor allem beim Hauptbahnhof, wo der Mega-Obus nur alleine in die Busleiste passt. Die Premierenfahrgäste beobachteten das Einfahrt-Manöver genau: "Das ist halt irgendwo sehr sperrig", sagte Marleen Reidies aus Fridolfing (Bayern). "Die Autos oder die Fußgänger müssen schon immer schauen, dass sie gut außen herum kommen. Aber grundsätzlich macht er das ziemlich gut, weil viele Leute mit dem Obus fahren können." Auch Fahrgast Markus Fiala kommentierte am Bahnhof: "Gerade hier wird es eng. Aber es kommt darauf an, wo man ihn einsetzt."

Der Doppelgelenksbus ist sieben Meter länger als die bisher im Stadtgebiet eingesetzten Obusse. Die schiere Länge und die 63 zusätzlichen Sitzplätze überzeugten allerdings nicht alle Fahrgäste - so wie Thomas Gruber: "Es ist bis jetzt so gegangen - wieso soll das nicht weitergehen?" Auch Raphael Holper war sich sicher: "Das wird auf alle Fälle eine Herausforderung für den Stadtverkehr." Gerade bei engen Kreuzungen könnte der lange Bus den Querverkehr aussperren.

Entscheidung über Kauf in drei Monaten

Ob die Salzburg AG tatsächlich die überlangen Obusse für den Linienbetrieb anschafft, soll in drei Monaten nach Ende des Testbetriebs entschieden werden.

http://salzburg.orf.at/news/stories/2869922/   mit Fotos, Video
 
Stadler und Solaris Tram an der TRAKO 2017

TRAKO 2017 ist die grösste und prestigeträchtigste Eisenbahnmesse in Polen und das zweitgrösste Treffen der Schienenverkehrsbranche in Europa. Während des diesjährigen Ereignisses präsentiert Stadler die Exportversionen der elektrischen Triebzüge, die im Stadler-Werk Siedlce für den ungarischen Betreiber GYSEV und die norwegische Staatsbahn NSB gebaut wurden. An der Messe wird auch Solaris Tram - das Joint Venture von Stadler und Solaris zum ersten Mal präsent sein. Die Besucher können die Strassenbahn Tramino für die deutsche Stadt Leipzig besichtigen.

Elektrischer Niederflurtriebzug FLIRT für GYSEV
 
Der ungarische Regionalzugbetreiber GYSEV Zrt. hat im September 2016 10 vierteilige Triebfahrzeuge des Typs FLIRT für den Regionalverkehr bestellt. Die ersten Fahrzeuge sollen 2018 in Betrieb gesetzt werden. GYSEV hat zwischen 2013 und 2015 schon 10 elektrische Triebfahrzeuge von Stadler bestellt und stockt mit dieser Bestellung die Flotte auf 20 FLIRT-Züge auf. Die neuen Fahrzeuge für Gysev erfüllen die Anforderungen der neusten TSI-Normen (Technische Spezifikation für die Interoperabilität) der Europäischen Eisenbahnagentur und auch jene der neusten Kollisionssicherheitsnormen (EN 15227) zum Schutz des Triebfahrzeugführers. Ein besonders wichtiges Entwicklungsziel der Ingenieure von Stadler war ein sparsamer Energieverbrauch. Ausserdem sollte die Konstruktion so wartungsfreundlich wie möglich sein. Die FLIRT bieten grosszügige multifunktionale Einstiegbereiche, die einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglichen. Dank dieser multifunktionalen Bereiche und dem hohen Niederfluranteil sind die Fahrzeuge auch mit Rollstühlen, Fahrrädern und Kinderwagen problemlos begehbar. Die Fahrzeuge sind mit allem ausgestattet, was zum heutigen Komfortstandard gehört: Klimatisierung, Kamerasystem, WIFI, Ladebuchsen für elektronische Geräte und die für den Regionalverkehr typische Vis-à-vis-Bestuhlung.
 
Elektrischer Triebzug FLIRT für die Norwegische Staatsbahn NSB
 
Die NSB hat bei Stadler 107 fünfteilige elektrische Triebzüge des Typs FLIRT bestellt. Von diesen 107 Zügen werden 71 Züge für den S-Bahn-Verkehr im Grossraum Oslo eingesetzt. Sie sind speziell für Reisezeiten bis zu 90 Minuten konfiguriert. Die anderen 36 Fahrzeuge fahren im Raum Süd-Norwegen und sind speziell darauf ausgelegt, eine Reisezeit von bis zu drei Stunden angenehm zu gestalten. Die Züge sind für eine Maximalgeschwindigkeit von 200 km/h zugelassen und speziell auf die strengen Winterbedingungen in Norwegen ausgerichtet. Das Augenmerk der Ingenieure galt bei der Weiterentwicklung der bewährten FLIRT-Familie für NSB vor allem dem Reisekomfort für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Neben den grosszügigen Einstiegsplattformen tragen vor allem auch die klimatisierten Fahrgasträume, die starke akustische Isolation und das transparente und offene Innendesign zum Wohlbefinden der Passagiere bei.
 
Strassenbahn Tramino für die deutsche Stadt Leipzig
 
Die viergliedrige Strassenbahnen für Leipzig misst 37,63 Meter in der Länge und 2,3 Meter in der Breite. Das stilistische Konzept entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunden und dem Entwurfsbüro IFS Design. Eine detaillierte Analyse des Layouts der verschiedenen Bauelemente ermöglichte es, die Strassenbahn punkto Komfort und Ergonomie, aber auch in Bezug auf die Gewohnheiten und Wünsche der Leipziger Fahrgäste auszurichten. Darüber hinaus erhielt das Tramino eine Dachabschirmung, um zugleich ein kohärentes Design und eine Lärmreduzierung von auf dem Dach montierten Geräten zu erzielen. Speziell entworfene Leuchtpaneele wurden in die Decke eingebaut. Sie passen die Lichtfarben und die Lichtstärke an die Aussenbedingungen an. Das Tramino weist vier 1500 mm breite Doppeltüren und zwei je 800 mm breite Einzeltüren auf. Überdies kommt ein Passagierinformationssystem zum Einsatz, das auch aussen über den Doppeltüren Displays aufweist, die den einsteigenden Passagieren Informationen liefern.
 
 
Stände und Fahrzeugpräsentationen:
 

  • Stadler-Stand: Halle A, Nr. 24
  • Solaris-Tram-Stand: Halle A, Nr. 43
     
  •   Offizielle Präsentation des FLIRT EMU für GYSEV: 29.09.2017, 11:40 h, Gleis 4, freier Eintritt
  • Präsentation des FLIRT EMU für NSB: Gleis 4, freier Eintritt
  • Präsentation des Strassenbahn Tramino: Gleis A, freier Eintritt
 


 
Über Stadler
 
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich, Niederlanden, Weissrussland, Algerien, UK und den USA arbeiten über 7000 Mitarbeitende. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lok. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.
 
Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1400-mal in insgesamt 17 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde 258-mal in 9 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand.
 
Über Solaris Tram
 
Solaris Tram, das Joint Venture von Stadler und Solaris Bus & Coach, hat die operative Tätigkeit am 1. April 2017 aufgenommen. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Sroda Wielkopolska, wo moderne Strassenbahnwagenkasten produziert und lackiert werden. Das Unternehmen beschäftigt 250 Mitarbeiter, darunter 52 Ingenieure. Zurzeit werden Investitionen in die technologische Modernisierung des Werkes durchgeführt mit dem Zweck Steigerung der Produktionskapazität.
 

  Quelle: Stadler/25.09.2017
 

„Blue Line“ in Bangkok wird mit Bahntechnik von Siemens erweitert

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Siemens liefert 35 Metro-Züge und Bahninfrastruktur

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Erweiterung der U-Bahn-Linie „Blue Line“ um 28 Kilometer

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Vertrag beinhaltet Instandhaltung für zehn Jahre

Bangkok Expressway and Metro Public Company Limited (BEM) und Ch. Karnchang Public Company Limited haben ein Konsortium aus Siemens und ST Electronics (Thailand) Limited mit der Lieferung von Bahntechnik für die Erweiterung der „Blue Line“ in Bangkok beauftragt. Der Lieferanteil von Siemens umfasst 35 dreiteilige Metro-Züge, die Signaltechnik, die Bahnstromversorgung sowie die komplette Ausrüstung des Depots und der Werkstatt. Zusätzlich übernimmt Siemens die Instandhaltung für zehn Jahre. Die Inbetriebnahme der Linie ist für 2020 geplant. BEM wird nach der Fertigstellung der Betreiber der Linie sein.

Die Blue Line in Bangkok wurde von Siemens im Jahr 2004 als schlüsselfertiges Bahnsystem geliefert. Sie war die erste U-Bahnlinie in Thailands Hauptstadt. Auf der 20 Kilometer langen Strecke mit 18 Haltestellen werden rund 320.000 Fahrgäste pro Tag befördert. Die Erweiterung ergänzt die Linie um weitere rund 28 Kilometer und 19 Stationen. Ein Großteil der Strecke, die von Hua Lamphong bis nach Lak Song im Süden und von Bang Sue im Norden bis Tha Pra führt, wird oberirdisch verlaufen. Prognosen zufolge wird Bangkoks Metro nach Fertigstellung voraussichtlich bis zu 500.000 Fahrgäste pro Tag auf der Blue Line befördern.

„Wir haben Bangkoks Nahverkehr in den letzten Jahrzehnten entscheidend mitentwickelt und geprägt. Das ist bereits der fünfte Großauftrag, den wir für den Ausbau von Bangkoks Nahverkehr erhalten“, sagt Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens.

Bangkok wächst seit Jahren unaufhaltsam – um den Bevölkerungsanstieg zu bewältigen, soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bis 2021 von heute 40 auf 60 Prozent erhöht werden. Das erfordert einen konsequenten Ausbau der Nahverkehrslinien.

Die Züge von Siemens, die auf der Blue Line zum Einsatz kommen werden, sind eine Weiterentwicklung der bestehenden Metro-Züge in Bangkok. Sie bieten Platz für mehr als 800 Fahrgäste. Die Fahrzeuge verfügen über eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Sie werden im Siemens-Werk in Wien, Österreich, produziert.

Die Siemens-Division Mobility konzipierte und realisierte bisher drei hochleistungsfähige Bahnsysteme für Bangkok. Neben der Blue Line, die seit 2004 in Betrieb ist, lieferte Siemens den Skytrain und den Airport Rail Link. Eine Verbindung zwischen der Blue Line und der Purple Line wurde im August eröffnet. Für die Green Line erhielt Siemens 2016 den Auftrag für 22 vierteilige U-Bahnzüge. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge soll im kommenden Jahr erfolgen.

Quelle: Siemens AG/19.09.2017

 
Siemens: Zuschlag für vollautomatische U-Bahn

Die neuen vollautomatischen Züge der Wiener U-Bahn werden von Siemens gefertigt. Die Österreich-Tochter des deutschen Unternehmens hat den Zuschlag für den Großauftrag erhalten, so ein Sprecher der Wiener Linien.

34 Züge sind fix bestellt, wobei es eine Option auf insgesamt 45 Garnituren gibt. Sie werden sowohl automatisch - also ohne Fahrer - auf der künftigen Linie U5 (frühestens ab 2023, Anm.) als auch mit Fahrpersonal unterwegs sein können. Das bedeutet, dass auch ein Einsatz auf allen anderen Linien mit Ausnahme der U6 möglich ist.

Das neue Modell soll sukzessive die alten Silberpfeile ersetzen. Wie dessen Nachfolger, der sogenannte V-Wagen, werden auch die neuen Garnituren durchgängig begehbar, barrierefrei, klimatisiert und videoüberwacht sein, hieß es.

Auftragsvolumen von bis zu 550 Mio. Euro

Das Auftragsvolumen des U-Bahn-Deals umfasst bis zu 550 Mio. Euro. Wie der Sprecher der Wiener Linien im APA-Gespräch betonte, werden davon rund 70 Prozent in die Züge und 30 Prozent in die Instandhaltung fließen. Denn wie bereits bei der Erneuerung der Bus- und Straßenbahnflotte, wurde auch für die neuen U-Bahnzüge ein Instandhaltungsvertrag mit ausgeschrieben.

Die laufende Wartung soll laut den Verkehrsbetrieben zwar weiterhin mit eigenem Personal erledigt werden, aber im Auftrag und auf Risiko des Herstellers. „Wir erwarten uns dadurch höchste Sorgfalt bei der Konzeption und Verarbeitung der Fahrzeuge, von der unsere Fahrgäste auf lange Zeit profitieren werden“, erklärte Günter Steinbauer, der Geschäftsführer der Wiener Linien, in einer Stellungnahme.

Der erste neue Zug könnte bereits ab 2020 über die Gleise des Wiener Untergrunds rollen - jedenfalls für Testfahrten mit Fahrer, wie es hieß. Die gesamte Tranche soll bis 2030 geliefert werden. Gebaut werden die Züge im Wiener Werk.

Bombardier-Konzern unterlag

An der Ausschreibung hatte sich auch der kanadische Bombardier-Konzern beteiligt. Laut Wiener Linien ist die Vergabe an Siemens das Ergebnis einer 2015 gestarteten europaweiten, zweistufigen Ausschreibung. Man habe das - inzwischen auch gesetzlich vorgeschriebene - Bestbieterprinzip angewendet, bei dem nicht nur der Preis, sondern auch diverse Qualitätskriterien betrachtet würden.

Die Bewertung der Angebote erfolgte anhand eines „klar definierten und transparenten Punktesystems“, wie versichert wurde. Dieses sei den Bietern im Vorfeld bekannt gewesen. Zudem sei der gesamte Vergabeprozess von externen Vergabejuristen begleitet worden. Die Wiener Linien lobten das gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Siemens-Offerts.

Siemens und Bombardier haben zuletzt auch um den Auftrag für die neue Wiener Straßenbahn-Generation gerittert. Die Kanadier konnten sich dabei mit ihrem „Flexity“-Modell durchsetzen, das ab 2018 in den Straßen Wiens zu sehen sein soll.

Quelle: ORF.at/12.09.2017

 

Siemens baut elf Stadtbahnen für Phoenix

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Valley Metro ordert elf Stadtbahnen bei Siemens

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Option über bis zu 67 weitere Fahrzeuge

Der Nahverkehrsanbieter Phoenix Valley Metro Rail hat bei Siemens elf Stadtbahnen vom Typ S70 (Light Rail Vehicle, LRV) bestellt. Die Fahrzeuge sollen in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona verkehren. Der Auftrag umfasst auch eine Option über bis zu 67 weitere Züge. Die neuen Fahrzeuge bieten einen geräumigen Innenraum, energieeffiziente LED-Beleuchtung und leistungsstarke Klimaanlagen. Die Straßenbahnen für Valley Metro werden im Siemens-Werk in Sacramento, Kalifornien gebaut.

„Investitionen in den Nahverkehr leisten einen entscheidenden Beitrag für das Wachstum des Landes, sowohl regional als auch national“, sagt Mark Mitchell, Vorstand von Valley Metro und Bürgermeister von Tempe, Arizona. „Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Partnerschaft mit dem Unternehmen Siemens, das eine entscheide Rolle bei der Erweiterung unseres Stadtbahnnetzes spielt.“

„Phoenix ist bereits die 18. Stadt in Nordamerika, die auf Stadtbahnen von Siemens setzt. Unsere modernen Fahrzeuge bieten den Fahrgästen einen komfortablen und sicheren Aufenthalt an Bord. Die Nahverkehrssysteme von Siemens bieten Städten weltweit an ihrem Bedarf ausgerichtete, maßgeschneiderte und zuverlässige Lösungen“, sagt Sandra Gott-Karlbauer, Leiterin des Nahverkehrsgeschäfts bei Siemens.

Quelle: Siemens AG / 04.07.2017

 

Neue Straßenbahn-Flotte für Bremen kommt von Siemens

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Bremer Straßenbahn AG ordert 67 Trams vom Typ Avenio

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Option über bis zu 17 weitere Fahrzeuge

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Inbetriebnahme ab Frühjahr 2019

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) hat bei Siemens die neue Straßenbahn-Flotte für die Freie Hansestadt bestellt. Der Auftrag umfasst 67 Straßenbahnen vom Typ Avenio und beinhaltet eine Option über bis zu 17 weitere Fahrzeuge. Beginnend ab Frühjahr 2019 sollen die vierteiligen Züge nach und nach den Fahrgastbetrieb im Bremer Straßenbahnnetz aufnehmen.

„Modern, bequem, zuverlässig, langlebig und selbstverständlich barrierefrei – das ist die neue Straßenbahn für alle Bremerinnen und Bremer“, freut sich BSAG-Vorstandssprecher Hajo Müller. „Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein Meilenstein für den Nahverkehr der Zukunft in Bremen und Umland. Der Avenio ist das perfekte Fahrzeug für die Bremerinnen und Bremer. Er erfüllt mit seinem geräumigen Innenraum, kabellosem Internet und einem Informationssystem mit Doppelmonitoren die Komfort- und Qualitätsansprüche, die unsere Fahrgäste und wir an eine moderne Straßenbahn stellen.“

„Nach München, Den Haag und Doha ist Bremen nun die vierte Stadt, die wir mit dem Avenio beliefern. Unser modulares Konzept sorgt dafür, dass der Avenio zu jeder Stadt passt und auch bei anspruchsvoller Infrastruktur flexibel eingesetzt werden kann“, ergänzt Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens.

Quelle: Siemens AG / 04.07.2017

 
Design der Avenio-Straßenbahn für Doha mit „Red Dot“-Award ausgezeichnet

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„Red Dot“ Award in der Kategorie Produktdesign

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Straßenbahn überzeugt Jury mit hoher Designqualität

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Avenio-Tram komplett oberleitungsfrei

Die Siemens-Straßenbahn Avenio für Doha, im Emirat Katar, erhält den renommierten „Red Dot“-Award für Product Design 2017. Das minimalistische und zeitlose Design der Straßenbahn passt sich flexibel an die Umgebung an und spiegelt in Doha die moderne Architektur des Education City Campus wider. Klare Linien, großzügige weiße Flächen und dunkle Fenster prägen das äußere Erscheinungsbild. Sonnensegel und getöntes Isolierglas sorgen auch bei hohen Außentemperaturen für Reisekomfort. Der Innenraum schafft eine helle und luftige Atmosphäre, dezent gestaltete Sitzbezüge und detailliert ausgearbeitete Haltestangen unterstreichen den modernen Charakter. Das Design des Avenio ist in Zusammenarbeit mit dem Designbüro „Yellow Window“ entstanden.

Siemens hat im Jahr 2012 von der Qatar Foundation den Auftrag über die schlüsselfertige Errichtung eines Tramsystems für Doha erhalten. Der Avenio wird in der Education City in Doha auf einer Strecke von 11,5 Kilometern komplett oberleitungsfrei fahren. Die Straßenbahnen sind mit dem Energiespeichersystem Sitras HES von Siemens ausgerüstet, die Energiezufuhr erfolgt an den Haltestellen. Der oberleitungslose Betrieb macht den Avenio zum Vorbild für einen nachhaltigen, schienengebundenen Nahverkehr. Zugleich eröffnet die Technologie neue Perspektiven für Fahrzeugdesign und hat eine positive Wirkung auf das urbane Erscheinungsbild.

Siemens liefert 19 dreiteilige Straßenbahnen. Die in Wien gebauten Fahrzeuge sind auf die klimatischen Bedingungen in Katar ausgerichtet. Zusätzlich zu einer leistungsfähigeren Klimaanlage schützen spezielle Sonnenschutzeinrichtungen auf dem Dach die elektrische Ausrüstung vor Strahlungswärme.

Bereits im Jahr 2015 erhielt Siemens den „Red Dot Award: Product Design“ für den Hochgeschwindigkeitszug vom Typ Velaro. Seit 1955 prämiert das Design Zentrum Nordrhein Westfalen international herausragendes Produktdesign mit seinem berühmten, roten Punkt. Zahlreiche Hersteller und Designer unterschiedlicher industrieller Produkte bewerben sich jedes Jahr um das international anerkannte Gütesiegel für Gestaltungsqualität. In diesem Jahr reichten Unternehmen und Designer aus 54 Ländern insgesamt 5.500 Produkte ein. Nur Gestaltungen, die durch „hohe Designqualität“ überzeugten, erhielten von der Jury die Auszeichnung „Red Dot“. Die Preisverleihung fand gestern in Essen statt.

Quelle: Siemens / 04.07.2017

 

30 weitere Stadtbahnen für Seattle und die Region Central Puget Sound

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Sound Transit zieht Option aus dem 2016 geschlossenen Vertrag

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Insgesamt 152 Stadtbahnen für Seattle und die Region Central Puget Sound

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Auslieferung ab Anfang 2019

Der Regionalverkehrsanbieter Sound Transit hat bei Siemens weitere 30 Stadtbahnen vom Typ S70 (Light Rail Vehicle, LRV) bestellt. Sie sind für den Betrieb im Regionalnetz des Großraums Seattle und der Region Central Puget Sound im US-Bundesstaat Washington vorgesehen. Damit wird eine Option eines im Jahr 2016 unterzeichneten Vertrages eingelöst. Damals orderte Sound Transit 122 S70-Züge. Mit der neuerlichen Bestellung wächst die Anzahl der Siemens-Fahrzeuge für die Region Seattle auf insgesamt 152. Gebaut werden die Bahnen im Siemens-Werk in Sacramento, Kalifornien, wo derzeit die erste Tranche produziert wird. Die Auslieferung der jetzt bestellten LRV beginnt ab Anfang 2019.

„Dass wir früher als geplant weitere Stadtbahnen bestellen, ist nur ein Beispiel dafür, wie offensiv wir den Ausbau unseres Stadtbahnnetzes vorantreiben. Ab dem Jahr 2040 sollen bis zu 188 Millionen Fahrgäste befördert werden. Die zusätzlichen Bahnen werden dazu beitragen, dass wir im Jahr 2024 den Fahrgastbetrieb auf den ersten beiden Stadtbahnerweiterungen aufnehmen können. Sie wurden im November letzten Jahres von den Wählern in Puget Sound bewilligt“, sagte Peter Rogoff, CEO Sound Transit.

„In Städten spielen Stadtbahnsysteme eine wesentliche Rolle bei der Reduzierung von Staus, der Förderung der lokalen Wirtschaft und der Bewältigung des Bevölkerungswachstums. Mit unseren Nahverkehrssystemen bieten wir Städten weltweit an ihrem Bedarf ausgerichtete, maßgeschneiderte Lösungen“, sagte Sandra Gott-Karlbauer, Leiterin des Nahverkehrsgeschäfts bei Siemens.

Mit den neuen Zügen von Siemens baut der Betreiber Sound Transit seine Flotte weiter aus, um der wachsenden Zahl von Fahrgästen gerecht zu werden und speziell die Erweiterungsprojekte in Seattles Vororten, Federal Way und Redmond, bedienen zu können. Die Stadtbahnen erhalten ein modernes äußeres Erscheinungsbild, einen geräumigeren Innenraum mit mehr Platz für die Fahrgäste und eine energieeffiziente LED-Beleuchtung. Zusätzlich werden die Stadtbahnen mit extra Gepäck-Stauraum und Halterungen für bis zu vier Fahrräder ausgerüstet. Für mehr Fahrgastkomfort sorgt ein Fahrgastinformationssystem.

Siemens ist in Seattle und dem US-Bundesstaat Washington mit einem umfangreichen Portfolio im Bereich Mobilität vertreten. Dazu gehören nicht nur die S70-Stadtbahnen für Sound Transit, sondern auch die neuen dieselelektrischen Lokomotiven vom Typ Charger. Sie werden in Kürze auf der Cascade-Strecke, betrieben von Amtrak, eingesetzt. In Seattle synchronisiert und steuert eine intelligente Verkehrsmanagement-Software die Verkehrssysteme, so dass Staus reduziert werden.

Quelle:Siemens AG/16.05.2017

 
Wien erhält erste Linie mit fahrerlosem Bus in der Seestadt Aspern
Pilotprojekt ohne Pilot: Künftig setzen die Wiener Linien nicht nur in der U-Bahn auf fahrerloses Vorankommen – auch eine Linie mit autonom herumkurvenden Minibussen ist in Planung. Diese sollen künftig in der "Seestadt" in Aspern unterwegs sein.

"Autonomes Fahren ist ein Megatrend mit Potential"

Ein entsprechendes Forschungsprojekt wird laut Wiener Linien mit Mitteln des Verkehrsministeriums gefördert. "Autonomes Fahren ist ein Megatrend, der das Potenzial hat, Städte nachhaltig zu verändern. Als öffentlicher Verkehrsanbieter werden wir hier vorne mit dabei sein", zeigte sich Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer über die entsprechende Zusage heute erfreut.

Im Projekt "auto.Bus Seestadt" arbeiten die Wiener Linien, das AIT (Austrian Institute of Technology), das Kuratorium für Verkehrssicherheit, der TÜV Austria sowie die Siemens AG Österreich gemeinsam mit dem französischen Bushersteller NAVYA an der "technologischen und rechtlichen Weiterentwicklung" von autonomen Kleinbussen, wie es hieß. Ziel sei die nachhaltige Erhöhung der Effizienz und der Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge, um letztlich eine Buslinie in der Seestadt unter realen Bedingungen betreiben zu können.

Teststrecke für fahrerlose Busse in der Seestadt Aspern

Haltestellen, ein Fahrplan sowie, wie betont wurde, echte Fahrgäste sind Teil des Konzepts. Auf der Teststrecke sind zwei Busse für je elf Passagiere unterwegs. Das eingesetzte Modell wird von einem Elektromotor angetrieben. Im Mittelpunkt des Pilotprojekts steht laut Aussendung zunächst etwa die Weiterentwicklung der Sensorik oder die Akzeptanz durch die Fahrgäste. Der Bus soll "lernfähig" sein und mit anderen Verkehrsteilnehmern interagieren.

Das Projekt startet im Sommer 2017, wobei die Kleinbusse selbst erst Anfang 2018 nach Wien kommt. Nach rund einem Jahr Entwicklungszeit sollen sie dann 2019 den Linienbetrieb in der Seestadt aufnehmen.

(apa/red)

Quelle: http://www.vienna.at/wien-erhaelt-erste-linie-mit-fahrerlosem-bus-in-der-seestadt-aspern/5266044
 
MVG testet überlangen Gelenkbus „CapaCity L“

Die Münchner Verkehrsgesell-schaft (MVG) testet für rund zwei Wochen einen besonders langen Gelenkbus: Voraussichtlich von Montag, 8. Mai bis Donnerstag, 18. Mai 2017 kommt ein so ge-nannter „CapaCity L“-Gelenkbus von Mercedes Benz zum Einsatz. Das Fahrzeug misst rund 21 Meter. Es ist damit ca. drei Meter länger als ein herkömmlicher Gelenkbus – und nur rund zwei Meter kürzer als ein MVG Buszug (Bus mit Anhänger). Der Test soll vor allem zeigen, wie sich ein überlanger Gelenkbus fahren lässt und ob er sich prinzipiell für einen Einsatz auf Münchens Straßen eignet.
Der vierachsige „CapaCity L“ bietet 115 Fahrgästen Platz. Er ist damit – ähnlich wie die Buszüge – besonders für Einsätze oder auf Linien mit ho-hem Fahrgastaufkommen geeignet. Der Test erfolgt im regulären Fahr-gastbetrieb auf den MetroBus-Linien 57 (vsl. 8.-13.5.) und 56 (15.-18.5.). Der Bus ist eine Leihgabe der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und daher auch im Dresdner Look und mit Dresdner Kennzeichen unterwegs.
„Wir laden unsere Fahrgäste herzlich ein, den XL-Bus zu nutzen und ge-nauer in Augenschein zu nehmen“, sagt Ingo Wortmann, MVG-Chef und SWM Geschäftsführer Verkehr. „Wir sind gespannt, ob sich das Fahrzeug bewährt und unseren anderen Bussen das Wasser reichen kann.“

Quelle: MVG / 04.05.2017

 

Studie bestätigt: Die Stadt der Zukunft fährt elektrisch

Die Herausforderungen an Stadtbussysteme werden immer größer: Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Komfort und Umweltfreundlichkeit sind zentrale Aspekte. Diese Faktoren wurden nun auf Initiative des Vereins trolley:motion in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden in einer umfassenden Studie erhoben und gegenübergestellt. Dabei zeigt sich eines klar: Die Zukunft des städtischen Personennahverkehrs ist elektrisch.

Koppl, Österreich – Die Systemstudie von trolley:motion und der TU Dresden stellt erstmals technische, betriebliche, wirtschaftliche und ökologische Aspekte von Stadtbussystemen gegenüber. Dabei wurde der aktuelle Entwicklungsstand von rein elektrisch betriebenen Stadtbussen (O-Bussen) aber auch Hybridbussen, Batteriebussen und Brennstoffzellenbussen erhoben, analysiert und bewertet. Als Referenz wurde der klassische Dieselbus herangezogen. Dipl. Ing. ETH Daniel Steiner, Präsident von trolley:motion über die Beweggründe zur Studie: „Es gibt derzeit viele verschiedene Konzepte und technische Entwicklungsansätze für Stadtbussysteme der Zukunft. Wir wollten eine Vergleichbarkeit der Systeme ermöglichen. Ausgangsbasis unserer Untersuchungen waren die Anforderungen an moderne Stadtbuslösungen. Zu allererst müssen sie leistungsfähig und möglichst flexibel sein, um große Transportleistungen zu erbringen und Nachfrageentwicklungen auch kurzfristig aufzufangen. Zweitens müssen die Lösungen aktiv zur Reduktion der lokalen Umweltbelastungen und zur Förderung der Lebensqualität beitragen. Drittens müssen es kostengünstige und flottentaugliche Lösungen sein. Und viertens sind solche Systeme im Vorteil, welche ökologisch nachhaltig produzierten Strom nutzen und möglichst effizient einsetzen.“

Der Elektroantrieb – ein universelles Antriebskonzept

Der Elektroantrieb zeichnet sich durch seine hohe Effizienz und Drehmomentstärke insbesondere gegenüber klassischen Verbrennungsmotoren aus. Aufgrund der unterschiedlichen Aufgabenspektren des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Städten, haben sich verschiedene Energiebereitstellungslösungen für Elektrobusse entwickelt. Allen Ansätzen ist eines gemeinsam: der Antriebsstrang ist komplett elektrisch.

Der Einsatzzweck und die örtlichen Gegebenheiten entscheiden darüber, welches elektrische Antriebskonzept am sinnvollsten ist. Die vier gängigsten und erprobten Konzepte sind: Fahrzeuge mit Oberleitungsbetrieb, Batteriebusse, Brennstoffzellenbusse und Hybridbusse.

Urbane Mobilität – Herausforderung für Generationen

Bereits heute bringt das Bevölkerungswachstum in den Städten massive Probleme mich sich. Für viele Städte bedeutet das den Verkehrskollaps. Die Bereitstellung eines attraktiven, zuverlässigen und komfortablen ÖPNV-Systems kann nicht nur die Emissionen des Verkehrs reduzieren, sondern stellt auch sicher, dass finanziell schwächere Gruppen ausreichend Zugang zu Mobilität haben.

Umweltbelastung steigt

Vor allem Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub beeinträchtigten die Luftqualität in Europas Städten. Die Grenzwerte dafür werden bereits heute regelmäßig überschritten. Nach Berechnungen des deutschen Umweltbundesamtes ist die hohe Feinstaubbelastung allein in Deutschland für rund 47.000 vorzeitige Todesfälle in Deutschland verantwortlich. Der Betrieb des ÖPNV mittels Dieselbussen verschärft die Situation der Städte und ist als nachhaltige Lösung ungeeignet.

Sauber und zukunftssicher

E-Bus-Systeme machen Städte lebenswerter: Der E-Bus läuft sicher und sanft und produziert vor Ort weder Lärm noch Abgase. So wie elektrische U-Bahn- und Straßenbahn-Systeme produzieren E-Bussysteme lokal keine Emissionen, können im Vergleich zu Bahnen jedoch deutlich rascher realisiert werden und das bei nur 10 bis 15 % der Investitionskosten.

Um Faktor 100 besser

Ein effizienter und nachhaltiger Stadtverkehr ist ohne den Öffentlichen Personennahverkehr undenkbar. Denn der ÖPNV ist extrem leistungsfähig und platzsparend. Auch wenn der Individualverkehr auf elektrische, emissionsfreie Antriebe umgestellt wird, löst es nicht das Problem des alltäglichen Staus. Ein E-Bus entspricht der durchschnittlichen Transportleistung von 100 Elektroautos. Mit der Kampagne „Faktor 100“ des Europäischen ELIPTIC Projekts, welches von trolley:motion mitgetragen wird, soll dieser Effizienzvorteil der Öffentlichkeit stärker bewusst
gemacht werden. Bei ELIPTIC werden in 11 europäischen Städten verschiedene technologische Ansätze von E-Bussen getestet und tragfähige Geschäftsmodelle entwickelt.

Bessere Rahmenbedingungen notwendig

Damit der Elektrobus seine Rolle als ein Verkehrsmittel der Zukunft einnehmen kann, benötigt es jedoch bessere Rahmenbedingungen. Folgende Verbesserungen sind notwendig:

Mehr Geld für Forschung und Entwicklung

Auch wenn bereits leistungsfähige und bewährte Konzepte für Elektrobusse am Markt sind, durch mehr Engagement in Forschung und Entwicklung können Wirtschaftlichkeit und Effizienz des E-Bussystems weiter gesteigert werden. Veraltete und umweltfeindliche Antriebstechnologien erhalten von Seiten der Politik bisher noch immer höhere Beachtung.

Überarbeitung der Förderkultur

Die bisherige Förderkultur zielt auf möglichst niedrige Erstinvestitionskosten ab und übersieht langfristige Kostenvorteile. Auch wenn die Errichtung oder der Ausbau eines E-Bus-Systems zu Beginn teurer ist als ein Dieselbus-Fuhrpark, sprechen niedrigere Betriebskosten und die Vermeidung von Folgekosten durch Umweltbelastungen klar für den elektrischen ÖPNV. Das europaweite Förderengagement im Bereich der Elektromobilität zielt derzeit jedoch nur auf den Individualverkehr ab. Hier bedarf es dringend Änderungen der Förderpraxis, um es Kommunen auch finanziell zu ermöglichen, E-Bussysteme aufzubauen.

Vorausschauende Normierung

Die Harmonisierung von Standards vermeidet die Abhängigkeit der Verkehrsbetriebe von einzelnen Herstellern und verbessert den Wettbewerb. Erst durch mehr Wettbewerb zwischen Herstellern bzw. Zulieferern kann mit Preissenkungen bei Fahrzeugen und Infrastruktur gerechnet werden.

Faire Bewertung der Kosten

Kommunen sollen die verschiedenen ÖPNV-Angebote nicht nach den kurzfristigen Anschaffungs- und Betriebskosten bewerten, sondern im Sinne nachfolgender Generationen ausschließlich auf Basis der Lebenszykluskosten. Der oft angestellte Vergleich eines etablierten, gewachsenen Dieselbusnetzes mit dem Test- oder Parallelbetrieb einzelner E-Bus-Linien ist unzulässig. Eine Lebenszyklusberechnung schafft Chancengleichheit.

Elektrische Stadtbussysteme sind eine attraktive und – wirtschaftlich langfristig betrachtet – eine günstige Lösung, die Mobilität der Städte auch in Zukunft aufrecht zu erhalten. Sie können einen maßgeblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten und die Lebensqualität den Städten deutlich verbessern. Durch die hohe Flexibilität in der Energiebereitstellung lassen sich elektrische Stadtbus-Systeme den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Städte perfekt anpassen – zum Wohle der Stadt und zum Wohle der Fahrgäste.

White Paper digital verfügbar

Das White Paper zur Studie mit einer Zusammenfassung aller Vergleiche und Gegenüberstellungen kann per E-Mail an scharzenberger@trolleymotion.eu kostenlos bestellt werden. Vorschau

trolley:motion

trolley:motion wurde 2004 gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für eine unabhängige und objektive Information über elektrische Busse einsetzt. Diesem Zweck dienen unter anderem eine informative Homepage, eine Konferenzreihe zu modernen elektrischen Bussystemen, welche auf Konferenzen im Zweijahresrhythmus die Stakeholder von E-Bussystemen zusammenbringt und die wissenschaftliche Publikation zu Fachthemen wie das aktuelle White Paper. www.trolleymotion.eu

Technische Universität Dresden

Die Technische Universität Dresden mit ihrer Professur für elektrische Bahnen ist mit Ihrem Lehr- und Forschungsprofil der Elektrifizierung des Verkehrs verpflichtet. Ausgehend von den elektrischen Bahnsystemen werden alle Aspekte der Elektrifizierungswürdigkeit technisch und wirtschaftlich betrachtet. Besonderer Schwerpunkt ist dabei das Zusammenspiel von elektrischer Fahrzeugtechnik und Infrastruktur. www.tu-dresden.de

Quelle: trolley:motion, Public Relation & Marketing / 24.04.2017

 
SCS plant neue Haltestelle der Badner Bahn und bessere Radwege

Nur zwischen 13 und 16 Prozent der jährlich fast 25 Millionen Besucher fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Österreichs größtem Einkaufszentrum, der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf. Doch der Betreibergesellschaft Unibail-Rodamco ist die wachsende Bedeutung von Bahn und Bus zur Bewältigung des Kundenstroms durchaus bewusst, weshalb man laufend an entsprechenden Entwicklungskonzepten feilt. Ein wichtiges Projekt ist die Errichtung einer neuen Haltestelle der Badner Bahn auf Höhe des Freizeit- und Entertainmentcenters Multiplex. Nicht nur für die dort fast vier Millionen Gäste im Jahr, auch für einen Teil der mehr als 800 im Multiplex Beschäftigten wäre das ein Gewinn.

„Die Wiener Lokalbahnen sind der Idee einer zusätzlichen Station nicht abgeneigt“, teilt Anton Cech, Center Manager der SCS, dem NÖ Wirtschaftspressedienst auf Anfrage mit. Die neue Haltestelle der Badner Bahn läge zwischen den beiden bestehenden Vösendorf SCS und Maria Enzersdorf Südstadt auf Höhe des Eingangs 2 in das Einkaufszentrum. Bis zur Umsetzung müssten freilich noch etliche Fragen mit den involvierten Institutionen Wiener Stadtwerke, Verkehrsverbund Ostregion (VOR) sowie den Anrainergemeinden Vösendorf und Wiener Neudorf abgeklärt werden. „Der Planungshorizont liegt bei etwa fünf Jahren“, schätzt Cech.

Apropos Anrainergemeinden: Von ihnen wünscht sich der SCS-Manager eine Verknüpfung ihrer kommunalen Radwege mit jenem, der das Gelände des Einkaufszentrums erschließt. Denn damit hätten die vielen Jugendlichen aus der Region, die abends das Kinocenter und die Lokale im Multiplex besuchen, eine Transportalternative zum motorisierten „Eltern-Taxi“. „Mit Vösendorf und Wiener Neudorf sind wir diesbezüglich in engen Gesprächen“, sagt Cech.

3,8 Millionen Gäste haben 2016 das Multiplex besucht, heuer werden rund 3,9 Millionen erwartet. Damit das Freizeit- und Entertainmentcenter der SCS auch in Zukunft ein Anziehungspunkt bleibt, investiert Unibail-Rodamco elf Millionen Euro in ein Facelifting. So entsteht vor dem Eingang eine 2.000 Quadratmeter große Grünoase, die man als parkähnliche Erholungs- und Veranstaltungsfläche nutzen möchte. Das Innere des Multiplex erfährt eine Umgestaltung des „Central Plaza“ und erhält ein neues Design, das vom Naturmaterial Holz dominiert wird. (mm)

Quelle: www.scs.at <http://www.scs.at>

 
Neue Straßenbahn zum Probetrieb zwischen Franz-Josef-Platz und Bahnhof

Per Sondertransport wurde am vergangenen Montagabend eine neue Straßenbahngarnitur der Type Tramlink von Vorchdorf nach Gmunden überstellt, wo sie an der Esplanade vor der Bezirksmannschaft abgeladen wurde.
In den darauffolgenden Nächten wurden die behördlichen Abnahmefahrten durchgeführt. Dazu gehörten auch Anfahr- und Bremsmessfahrten an der steilsten Stelle der Strecke. Unter den verschiedensten Bedingungen (leer, vollbeladen mit 17 t Sand, auf trockenen und nassen Schienen, bei verschiedenen Geschwindigkeiten…) wurde alles sorgfältig überprüft und für gut befunden.
Dies ermöglicht, dass die neue Straßenbahn nun für einen mehrwöchigen Probebetrieb zwischen Franz-Josef-Platz und Bahnhof eingesetzt werden kann. So können sich schon jetzt alle Fahrgäste vom neuen Komfort selbst überzeugen.
Der Probebetrieb startet am Liebstattsonntag, 26. März, ab ca. 17:00 Uhr.

Quelle: Stern & Hafferl/ 18.03.2017

 
Stadler gewinnt Auftrag für Bau und Unterhalt von 52 Metro-Zügen
für Liverpool

Heute hat Stadler mit Merseytravel einen geschichtsträchtigen Vertrag im Wert von gegen 700 Millionen Pfund Sterling abgeschlossen. Stadler baut für das Merseyrail-Bahnnetz in der Liverpool City Region 52 Metro-Züge und übernimmt ab 2020 für 35 Jahre deren Wartung. Die neuen Züge ersetzen eine der ältesten Flotten Grossbritanniens. Sie werden mit einem völlig stufenlosen Zugang ausgestattet. Dies macht das Bahnnetz am Mersey zu einem der zugänglichsten des Landes. Im Stadtteil Kirkdale baut Stadler einen komplett neuen Service-Standort auf.

Die Verkehrsbehörde Merseytravel bestellt bei Stadler 52 Metro-Züge und deren Wartung für 35 Jahre. Die derzeitige Fahrzeugflotte des Bahnbetreibers Merseyrail gehört mit einem Durchschnittsalter von knapp 40 Jahren zu den ältesten in Grossbritannien. Im Rahmen des abgeschlossenen Vertrags soll die vorhandene Flotte vollständig ersetzt werden. Darüber hinaus dürfen sich Fahrgäste auf ein neues Reiseerlebnis freuen. Die Züge werden bei gleichbleibendem Sitzplatzangebot 60 Prozent mehr Fahrgäste aufnehmen können und die Reisezeit um bis zu 10 % verkürzen.

Die neuen vierteiligen Züge werden ab dem Jahr 2021 im Einsatz sein, die erste Testeinheit soll jedoch bereits Mitte 2019 geliefert werden. Der Wert der Bau- und Instandhaltungsverträge für die 52 Züge beläuft sich auf gegen 700 Millionen Pfund Sterling und Merseytravel hat sich die Option gesichert, weitere 60 Züge  abrufen zu können.

Eine neue Art der Bahnreise

Die Züge sollen mit einem niedrigeren Wagenboden ausgestattet werden, der nur 960 Millimeter über der Schienenebene liegen wird. Darüber hinaus werden alle Züge durchgängig begehbar sein und auf diese Weise Platz für 486 Fahrgäste bieten (182 Sitzplätze, 302 Stehplätze und zwei Rollstuhlplätze). Die in verwindungssteifer Aluminium-Leichtbauweise gefertigten Wagenkasten machen die Züge sicherer und energieeffizienter.

Die 64,98 Meter langen und 2,82 Meter breiten Züge werden auf einem Stromschienennetz mit 750 Volt Gleichstrom betrieben werden und eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichen können. Die Einheiten werden auch mit Batterien ausgestattet sein, damit sie in der Werkstatt und auf dem Werkgelände autonom bewegt werden können. Ferner können die Züge auch für Wechselstrombetrieb mit 25 kV und den ETCS Level II nachgerüstet werden.

Eine neue Art der Sicherheit

Die neuen Züge werden speziell für die Anforderungen der Fahrgäste konzipiert, die das Bahnnetz der Region Liverpool nutzen. Die Anforderungen der Fahrgäste wurden in einer Kundenbefragung – ausgeführt durch passenger watchdog, Transport Focus ­–, im Jahr 2013 ermittelt. Der Einsatz von Schiebetritten, welche die Lücke zwischen Plattform und Zug schliessen, soll an allen Eingängen in Kombination mit infrastrukturellen Massnahmen eine neue Art der Sicherheit und einen stufenlosen Zugang ermöglichen. Dies macht die Ansage „Please Mind The Gap“ wohl in Zukunft überflüssig. Die neue Flotte bietet allen Fahrgästen höchste Barrierefreiheit – sowohl Rollstuhlfahrern als auch älteren Fahrgästen, Personen mit Kinderwagen und solchen mit Gepäck oder Fahrrädern. Während die hochempfindlichen Türsensoren zur Feststellung von Blockierungen eingesetzt werden, soll die Türbeleuchtung den Fahrgästen signalisieren, wann sie sicher ein- und aussteigen können.

Die Sicherheit im Zug wird durch die offenen und geräumigen Abteile ohne Trenntüren, die Über-wachungskameras und eine transparente Wand zum Führerstand erhöht. Die Züge werden breitere Mittelgänge, mehr Platz im Einstiegsbereich und mehr Haltegriffe haben, was das Reisen auch für stehende Fahrgäste sicherer machen wird.

Die Inneneinrichtung wird gegen Beschädigungen resistent, das Aussendesign graffiti- und sprayfarbenresistent ausgeführt. Der Fahrerraum bietet dank verbesserter Sichtlinien und einer ergonomischen Fahrpultanordnung eine komfortable Arbeitsumgebung und ist mit sämtlichen Funktionen eines flexiblen, modernen Zugs ausgestattet.

Eine neue Präsenz für Stadler in Grossbritannien

Im Rahmen des Instandhaltungsvertrags, der für den 35 Jahre währenden Lebenszyklus der Züge gilt, wird Stadler alle leichten und schweren Instandhaltungsarbeiten an den Einheiten ausführen. Im Stadtteil Kirkdale konzipiert und baut Stadler ein neues modernes Instandhaltungswerk. Im Betrieb wird auf grösstmögliche Verfügbarkeit der Züge bei möglichst geringen Stillstandzeiten geachtet werden. Darüber hinaus wird Stadler auch für die Instandhaltung der vorhandenen Flotte zuständig sein, die im derzeitigen Werk in Birkenhead durchgeführt werden soll.

Stadler wird vom Bahnbetreiber Merseyrail 155 beschäftigte Wartungskräfte für seinen eigenen Betrieb übernehmen und somit die Anzahl seiner Mitarbeiter in Grossbritannien bis 2019 auf mehr als 200 erhöhen.

Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales bei Stadler, erläutert:
«Der Vertrag mit Merseytravel markiert einen besonders wichtigen Meilenstein für Stadler in Grossbritannien. Er wird der Stadtregion Liverpool sicherere und komfortablere Züge bringen, die mehr Fahrgäste aufnehmen können und der Stadtregion den Bahnservice bieten, der ihr zusteht.

Grossbritannien ist ein wichtiger Baustein unserer globalen Strategie und dieser Vertrag stellt die neuste Etappe unseres Wachstums in diesem Land dar. Vor kurzem konnten wir Erfolge bei mehreren bedeutenden Ausschreibungen erzielen, unter anderem für den Bau von 58 Triebzügen für die East-Anglia-Franchise und die Lieferung von 17 U-Bahn-Zügen für Glasgow Subway. Nun freuen wir uns darauf, gemeinsam mit Merseytravel für die planmässige Lieferung der neuen Züge zusammenzuarbeiten.»

Frank Rogers, Chief Executive Officer bei Merseytravel, kommentiert den Vertrag wie folgt:
«Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Stadler. Die neue Zugflotte wird den Grundstein für die langfristige Bahnstrategie unserer Stadtregion legen und wir erwarten, dass sich unsere Zusammenarbeit mit Stadler zu einer starken und langjährigen Partnerschaft entwickeln wird. Merseyrail ist ein ausgezeichnetes Bahnunternehmen, das sich mit den neuen, fahrgastorientierten Zügen noch besser für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte rüstet. Die neuen Züge schaffen Platz für mehr Fahrgäste und verkürzen die Reisezeit. Kombiniert mit den Infrastrukturinvestitionen wird die neue Flotte von Merseyrail zum Massstab für barrierefreies Reisen in Grossbritannien.»

Quelle: Stadler/ 17.02.2017
 
Grazer Batterie/Supercap-Busse

Weitere Informationen zu diesem Thema Hier;

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Quelle: Kleine Zeitung / 14.02.2017

 
Mehr Obusse in Italien

Bologna

Der 1991 – nach 10 Jahren Pause – wieder eröffnete Obusbetrieb in Bologna mausert sich zu dem größten Betrieb diese ökologischen und ökonomischen Verkehrsmittels. Die heute bestehenden 4 Linien sollen bis 2018 um weitere 3 Hochqualitätslinien ergänzt. Die Bauarbeiten zum Aufbau der Fahrleitungen laufen bereits seit einigen Jahren. Derzeit werden die 50 Stück  neuen Obusse IVECO „Crealis“/SKODA in Betrieb gesetzt. Damit sind dann über 100 Obusse für das zukünftig über 60 km große Streckennetz Vorhanden.
Der 1991 eingeführte fahrleitungsloser Betrieb in der Innenstadt der Weltkulturerbestadt, wurde nach kurzer Zeit wiederaufgeben und alle Obusse verkehren , obwohl mit Diesel- oder Batteriezusatzantrieben versehen zum 100% unter Fahrleitungen.

Verona

Nach Jahrelangen Planungen lauf die  Arbeiten zum Aufbau des Obusnetzes. Die Fahrzeugen Werden der schweizer Hersteller HESS mit deutsche Elektrik von KIEPE liefern. Sie werden mit Batterien ausgerüstet um eine kurzen Abschnitt im Centrum fahrleitungslos zu passieren. Mit zwei Bauabschnitten wird eine Netz von 23,7 km entstehen.

Vicenza

Mit dem Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Eisenbahn entsteht am Messegelände ein neuen moderner Bahnhof. Für den Anschluß der Stadt soll eine neue Obuslinie entstehen. Diese Linie soll „eine radikale Veränderung in der städtischen und vorstädtischen öffentlichen Verkehrsmitteln sein“, sagte Bürgermeister Achille Variati über das Projekt.

Neapel

Der Bau der neuen Obuslinie zum Krankenhaus geht nur schleppend voran, aber derzeit werden wieder Oberleitungen installiert. Derzeit verkehr die Obusse im Stadtbetrieb der ANM auf 6 Linien. 2000/2001 wurden 86 neue Niederflurobusse beschafft, von denen bis heute noch nicht alle eingesetzt wurden. In den nördlichen Vororten fährt eine weitere Obuslinie einer Überlandgesellschaft.

Rom

Der Bau der 2. Obuslinie hat sich in den letzten Jahren immer wieder z.B. durch Ausgrabungen verzögert. Stück für Stück werden Oberleitungen errichtet. Die 50 neuen Obusse BREDA-MENARINI/SKODA werden derzeit auf der Obuslinie 90 getestet. Die derzeit einige Obuslinie Roms „90“, die 2005 eröffnet wurde, wird mit 30 Obussen mit Batteriezusatzantrieb am Bf. Rom Termini bedient. In den letzten Jahren war der Betrieb wegen verschlissenen Batterien mehrfach unterbrochen.

In den italienischen Städten  Avellino (erste Probefahrten im Sommer 2016) und Pescara entstehen neue Obusbetriebe. Die Wiedereinführung des Obus in Bari stockt immer wieder. Die Obusse, die bereits beschafft sind wurden im letzten Jahre im Obusbetrieb der Nachbarstadt Lecce in Betrieb genommen. Fahrleitungen - neue und alte aus dem 1987 stillgelegtem Obusbetrieb – sind reichlich vorhanden  …

Quelle: Mackinger / 14.02.2017

 
 
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